Aktuelles

Wochenveranstaltungen vom 13.-18.08.2018

Dienstag                      16.15 Uhr Konfirmandenunterricht

Dienstag                      19.30 Uhr Kirchenchor

Donnerstag                15.00 Uhr Frauennachmittag Harmuthsachsen im DGH                                 


19.08.2018 – 12. Sonntag nach Trinitatis

Harmuthsachsen       10.30 Uhr  Diamantene Konfirmation mit Abendmahl

Waldkappel                18.00 Uhr   Abendgottesdienst

Waldkappel                10.30 Uhr   Kindergottesdienst im Ev. Gemeindehaus


Wochenveranstaltungen vom 20.-25.08.2018

Donnerstag                15.00 Uhr Seniorennachmittag im Ev. Gemeindehaus                                 

 


31.10.2018 – Konzert THE GREGORIAN VOICES

image002.jpgMit ihrem Leiter Georgi Pandurov und acht außergewöhnlichen Solisten tritt sie das Erbe des Männerchores GLORIA DEI an. Ziel dieses Chors war die Wiederbelebung der Tradition der orthodoxen Kirchenmusik. Das Ensemble erhielt mehrere internationale Auszeichnungen.
Erleben Sie ein abwechslungsreiches Konzert mit einer Mischung aus gregorianischen Chorälen, orthodoxer-Kirchenmusik und Liedern und Madrigalen aus der Zeit der Renaissance und des Barock.
Mit seiner Stimmgewalt und vielen Solopassagen zeigt der Chor und seine Solisten, wie Gregorianik heute klingen kann: authentisch und dennoch zeitnah.

Im zweiten Teil des Konzerts erklingen Klassiker der Popmusik, wie unter anderem „Knocking on heaven’s door“ von Bob Dylan, „Hallelujah“ von Leonard Cohen, „Thank you for the music“ von ABBA, „Sound of Silence“ von Simon and Garfunkel, „Sailing“ von Rod Steward, „Bohemian Rapsody“ von Queen oder „Ameno“ von ERA, die im Stil des gregorianischen Gesangs neu arrangiert wurden.

Ein Filmportrait der THE GREGORIAN VOICES:   ->   live Video   ->   https://vimeo.com/50811539

Vorverkauf 22,90.- EUR / Abendkasse 25.- EUR


Ev. Kirchspiel Waldkappel
Für die Kirchengemeinden Waldkappel, Harmuthsachsen und Hasselbach
Pfarrer Rolf Hocke, Kirchplatz 4, 37284 Waldkappel, Tel.: 05656/382
Pfarramt.Waldkappel@ekkw.de

 

 

Buchpräsentation vom 27. Mai 10-12 Uhr in der Karlheinz-Böhm-Schule

Vor 72 Jahren endete der 2. Weltkrieg. Menschen, die diese Zeit als Kinder erlebt haben, kommen in dem Buch „Mama, es ist Krieg!“ mit Erinnerungen zu Wort.

Das Besondere an diesem Buch: Es erzählen holländische und deutsche Kinder von damals, und alle Texte wurden von den Herausgebern Cécile und Rob Oranje mit großer Sorgfalt in die jeweils andere Sprache übersetzt.

Im Rahmen der Waldkappeler Europatage gab es am Samstag, den 27. Mai 2017 in der Waldkappeler Karlheinz-Böhm-Schule eine Präsentation des Buches, bei der einige Texte gelesen wurden und es auch Gelegenheit zum Gespräch gegeben hat. Einige der betagten Waldkappeler Zeitzeugen, die in dem Erzählband zu Wort kommen, waren bei dieser Veranstaltung zugegen und auch ErzählerInnen aus Soest in Holland. Moderiert wurde die Präsentation von den  Cécile Oranje.

Einführung von Jugenddiakonin Elisabeth Sawosch

In einem festlichen Regionalgottesdienst der drei Kirchspiele Waldkappel, Schemmern und Bischhausen wurde am 28. Juni Frau Elisabeth Sawosch (Bildmitte hinter den Konfirmanden) in ihr Amt als Jugenddiakonin eingeführt.

Auf dem Foto sind neben einigen Familienangehörigen Konfirmanden, Kirchenvorstände, Pfarrer und Ortsvorsteher aus allen Orten der Region, für die Frau Sawosch zuständig ist. Eingeführt wurde Frau Sawosch von Kreisjugendpfarrer Björn Kunstmann aus Altenburschla.

Im Gottesdienst war viel ansprechende Musik zu hören: neben der Hilpert-Orgel erklangen die vereinigten Posaunenchöre von Schemmern und Waldkappel, und Frau Sawosch beeindruckte, begleitet von Mitgliedern ihrer Familie und  Joshua Lenz aus Waldkappel an der Kistentrommel Kachon, als Sängerin.

Warum nicht mehr Gemeindeglieder auf dem Foto sind, obwohl doch die Kirche voll gewesen war? Der Magnetismus der Bratwurst vorm Kirchturm war nach dem Segen einfach stärker als die Einladung zum Gruppenfoto auf der Hochzeitstreppe wenige Schritte weiter.

Fehlende Register der Hilpert-Orgel

KURZBESCHREIBUNG DER FÜR DIE WIEDERHERSTELLUNG DER URSPRÜNGLICHEN DISPOSITION ZU REKONSTRUIERENDEN REGISTER

Die Materialangaben beziehen sich dabei auf die von Hilpert im Kostenangebot vom 14. November 1856 gemachten Angaben.

Die Bezeichnung „von 12löthigem Metall“ gibt das Legierungsverhältnis von Zinn und Blei zueinander wieder. „16 löthig“ entspricht dabei 100% Zinn. Die von Hilpert größtenteils angebotene 12löthige Legierung enthält einen Zinnanteil von 75%. Höherprozentige Zinnlegierungen werden zumeist für Prospektpfeifen verwendet, niedriger legierte Mischungen für Innenpfeifen. Mit einem Zinnanteil von 75 % Zinn hat sich Hilpert dabei für eine hochwertige (und damit teurere) Legierung für die Innenpfeifen entschieden.

I. Manual Hauptwerk

1. Gemshorn 8′

die große Octave von Kiefernholz, die anderen von 12löthigem Metall“

Die Pfeifen verfügen ab c° über einen konischen Durchmesser. Im Labienbereich weiter als im Mündungsbereich. Der Name ist vermutlich abgeleitet von dem ursprünglich aus einem „Gemsenhorn“ hergestellten Blockflötenartigen Instrument. Der Klang ist flötenartig mit leicht streichendem Charakter.

2. Gambe8′

die große Octave von Kiefernholz, mit zinnernen Labien, die anderen von 12löthigem Metall“.

Ein offenes zylindrisches Register mit streichendem Klang.

3. Spitzflöte 4′

„von 12löthigem Metall“.

Ab G sind die originalen Pfeifen noch vorhanden, C-Fis zu rekonstruieren. Ein konisches Register von nicht allzu weiter Mensur von hellem aber nicht zu starkem Klang.

II. Manual Oberwerk

4. Harmonika 8′

Deckel von Birnbaum, Seiten und Boden von Kiefernholz“.

Das Register ist von enger Mensur, wird aus hartem Holz gebaut und verfügt über einen zarten, feinen und streichenden Ton. Der Name ist abgeleitet von dem Instrument Glasharmonika. Dabei handelte sich um ein Instrument mit Glasschalen, die der Größe nach auf eine horizontal rotierende Achse gesteckt waren und durch Anlegen angefeuchteter Fingerkuppen an den Schalenrand zum Klingen gebracht wurden.

5. Fl. Traverso 8′

die große Octave gedeckt von Kiefernholz,die folgenden offen von c(1) an gebohrt, geschliffen und inwendig lackiert.“

Der Name des Registers bezieht sich auf die beabsichtigte Imitation des Klanges der Querflöte. Als Besonderheit besteht das Register in der oberen Lage aus konischen, in Kirschbaum gedrechselten Pfeifen mit doppelter Körperlänge und überblasendem Charakter. In der Burghofener Hilpert Orgel ist eines dieser seltenen Register erhalten. Es wird als Vorlage für die Rekonstruktion des Waldkappeler Registers dienen.

6. Gemshorn 4′

von 12löthigem Metall“

Klingt eine Oktave höher als das Gemshorn 8’ aus dem ersten Manual.

7. Sesquialter 2fach

von 12löthigem Metall“

Der Nachweis, dass es sich hierbei ursprünglich um eine Sesquialtera handelte, wie sie Hilpert auch 1856 veranschlagt hat, wurde durch eine Inschrift auf der Rückseite des Staffelbrettes erbracht. Es handelt sich dabei um ein Register, das aus zwei Pfeifen pro Ton besteht. Eine Quinte und eine Terz klingen dabei miteinander zusammen.

8. Flageolett 2′

von 12löthigem Metall“

Der Name des Registers entstand in Frankreich und bezeichnete ursprünglich eine Schnabelflöte mit konischer Bohrung. Das Register besteht aus zylindrisch offenen Pfeifen.

Großpedal

9. Violon 16′

von Kiefernholz“

Ein offenes, parallelwandiges Register von nicht zu enger Mensur, das den Grundton des Pedals noch kräftig unterstützt und durch ihren scharfen, schneidenden Ton hervorhebt.

10. Posaune 16′

Röhre und Köpfe von hartem Holze, Zungen und Krücken von Messing, Körper von Kiefernholz“

Neben der Trompete im Manual handelt es sich um die zweite Zungenstimme der Orgel. Die trichterförmigen Becher sind aus Kiefernholz gefertigt. Eine Messingzunge schlägt dabei auf eine aus Holz gefertigte Kehle auf. Eine Besonderheit stellt dabei die Kehle- von Hilpert als „Röhre“ bezeichnet- aus „hartem Holze“ dar. Weiter verbreitet als Kehlen aus Holz waren und sind Kehlen aus Messing. Für Hilpert, der einen souveränen handwerklichen Umgang mit Holz pflegte, war es offensichtlich einfacher, Kehlen in Holz herzustellen als Kehlen in Messing. Der Klang des Registers ist kräftig und dunkel schnarrend, bekommt jedoch durch die Verwendung von Holzkehlen weiche Züge.

Kleinpedal

11. Cello 8′

von Kiefernholz“

Es handelt sich dabei um ein parallelwandiges Register, welches von seiner Namensgebung her ursprünglich dazu angelegt war, den Klang eines Violoncellos nachzuahmen. Was im Manual das Register Gambe 8’ darstellt, findet seine Entsprechung im Pedal durch das Cello 8’. Das Namen-gebende Violoncello fand in erster Linie als Basso-Continuo-Instrument Verwendung, während hingegen die Viola da Gamba primär als Solo-Instrument im polyphonen Spiel Verwendung fand.  *(1)

Quelle: Jehmlich Orgelbau Dresden – Herzlichen Dank für die Beschreibung!

*(1) S.a. Ronland Eberlein, Orgelregister ihre Namen und ihre Geschichte, Köln 2008