Aktuelles


Persönlicher Nachtrag ins Logbuch:

Vielen herzlichen Dank für den tollen Abend!

Es hat sehr viel Spaß gemacht und die Stimmung war schlichtweg beeindruckend! Besonders schön fand ich, dass sich alle haben mitreißen lassen, auch bei Liedern die dem einen oder anderen nicht geläufig waren. Die Kombination aus Orgel, akustischen und optischen Effekten war etwas ganz neues und hat die Kirche und Orgel in einem besonderen Licht erstrahlen lassen. 

Auswärtige Besucher kamen, u.a. aus Altenburschla, die das Konzert dort zwar schon gesehen haben, es aber ein weiteres mal genießen wollten. Die weiteste Anreise lag bei 150km für ein Konzert in Waldkappel! Toll!

Nico Wieditz hatte fast 2,5 Stunden gespielt, das Publikum interaktiv in den Verlauf integriert und Musikwünsche erfüllt. Ein weiteres Konzert ist für 2020 angedacht, als Wunschkonzert sozusagen. Ich bin sicher, das dann auch die oberen Emporen bis auf den letzten Platz gefüllt sein werden.
 
Impressionen von Konzerten findet man hier:
https://www.youtube.com/results?search_query=starlights.live

Weitere Konzerte:
http://starlights.live

 
EST



Wochenveranstaltungen vom 18.-23.03.2019

Montag               19.00 Uhr Projektchor Osternachts-Singkreis – 1. Probe im Gemeindehaus

Donnerstag        15.00 Uhr Frauenkreis Harmuthsachsen im DGH


24.03. – Invokavit

Waldkappel       10.30 Uhr      

Hasselbach         11.30 Uhr mit Taufe


26.03. – Ökumenische Passionsandacht

Waldkappel       19.00 Uhr      Ev. Stadtkirche St. Georg


Wochenveranstaltungen vom 25.-30.03.2019

Montag                19.00 Uhr Projektchor Osternachts-Singkreis

Dienstag              16.15 Uhr Konfirmandenstunde

                               19.30 Uhr Kirchenchor Projektchor Konfirmation

Donnerstag        15.00 Uhr Seniorennachmittag


Ev. Kirchspiel Waldkappel
Für die Kirchengemeinden Waldkappel, Harmuthsachsen und Hasselbach
Pfarrer Rolf Hocke, Kirchplatz 4, 37284 Waldkappel, Tel.: 05656/382
Pfarramt.Waldkappel@ekkw.de

Buchpräsentation vom 27. Mai 10-12 Uhr in der Karlheinz-Böhm-Schule

Vor 72 Jahren endete der 2. Weltkrieg. Menschen, die diese Zeit als Kinder erlebt haben, kommen in dem Buch „Mama, es ist Krieg!“ mit Erinnerungen zu Wort.

Das Besondere an diesem Buch: Es erzählen holländische und deutsche Kinder von damals, und alle Texte wurden von den Herausgebern Cécile und Rob Oranje mit großer Sorgfalt in die jeweils andere Sprache übersetzt.

Im Rahmen der Waldkappeler Europatage gab es am Samstag, den 27. Mai 2017 in der Waldkappeler Karlheinz-Böhm-Schule eine Präsentation des Buches, bei der einige Texte gelesen wurden und es auch Gelegenheit zum Gespräch gegeben hat. Einige der betagten Waldkappeler Zeitzeugen, die in dem Erzählband zu Wort kommen, waren bei dieser Veranstaltung zugegen und auch ErzählerInnen aus Soest in Holland. Moderiert wurde die Präsentation von den  Cécile Oranje.

Einführung von Jugenddiakonin Elisabeth Sawosch

In einem festlichen Regionalgottesdienst der drei Kirchspiele Waldkappel, Schemmern und Bischhausen wurde am 28. Juni Frau Elisabeth Sawosch (Bildmitte hinter den Konfirmanden) in ihr Amt als Jugenddiakonin eingeführt.

Auf dem Foto sind neben einigen Familienangehörigen Konfirmanden, Kirchenvorstände, Pfarrer und Ortsvorsteher aus allen Orten der Region, für die Frau Sawosch zuständig ist. Eingeführt wurde Frau Sawosch von Kreisjugendpfarrer Björn Kunstmann aus Altenburschla.

Im Gottesdienst war viel ansprechende Musik zu hören: neben der Hilpert-Orgel erklangen die vereinigten Posaunenchöre von Schemmern und Waldkappel, und Frau Sawosch beeindruckte, begleitet von Mitgliedern ihrer Familie und  Joshua Lenz aus Waldkappel an der Kistentrommel Kachon, als Sängerin.

Warum nicht mehr Gemeindeglieder auf dem Foto sind, obwohl doch die Kirche voll gewesen war? Der Magnetismus der Bratwurst vorm Kirchturm war nach dem Segen einfach stärker als die Einladung zum Gruppenfoto auf der Hochzeitstreppe wenige Schritte weiter.

Fehlende Register der Hilpert-Orgel

KURZBESCHREIBUNG DER FÜR DIE WIEDERHERSTELLUNG DER URSPRÜNGLICHEN DISPOSITION ZU REKONSTRUIERENDEN REGISTER

Die Materialangaben beziehen sich dabei auf die von Hilpert im Kostenangebot vom 14. November 1856 gemachten Angaben.

Die Bezeichnung „von 12löthigem Metall“ gibt das Legierungsverhältnis von Zinn und Blei zueinander wieder. „16 löthig“ entspricht dabei 100% Zinn. Die von Hilpert größtenteils angebotene 12löthige Legierung enthält einen Zinnanteil von 75%. Höherprozentige Zinnlegierungen werden zumeist für Prospektpfeifen verwendet, niedriger legierte Mischungen für Innenpfeifen. Mit einem Zinnanteil von 75 % Zinn hat sich Hilpert dabei für eine hochwertige (und damit teurere) Legierung für die Innenpfeifen entschieden.

I. Manual Hauptwerk

1. Gemshorn 8′

die große Octave von Kiefernholz, die anderen von 12löthigem Metall“

Die Pfeifen verfügen ab c° über einen konischen Durchmesser. Im Labienbereich weiter als im Mündungsbereich. Der Name ist vermutlich abgeleitet von dem ursprünglich aus einem „Gemsenhorn“ hergestellten Blockflötenartigen Instrument. Der Klang ist flötenartig mit leicht streichendem Charakter.

2. Gambe8′

die große Octave von Kiefernholz, mit zinnernen Labien, die anderen von 12löthigem Metall“.

Ein offenes zylindrisches Register mit streichendem Klang.

3. Spitzflöte 4′

„von 12löthigem Metall“.

Ab G sind die originalen Pfeifen noch vorhanden, C-Fis zu rekonstruieren. Ein konisches Register von nicht allzu weiter Mensur von hellem aber nicht zu starkem Klang.

II. Manual Oberwerk

4. Harmonika 8′

Deckel von Birnbaum, Seiten und Boden von Kiefernholz“.

Das Register ist von enger Mensur, wird aus hartem Holz gebaut und verfügt über einen zarten, feinen und streichenden Ton. Der Name ist abgeleitet von dem Instrument Glasharmonika. Dabei handelte sich um ein Instrument mit Glasschalen, die der Größe nach auf eine horizontal rotierende Achse gesteckt waren und durch Anlegen angefeuchteter Fingerkuppen an den Schalenrand zum Klingen gebracht wurden.

5. Fl. Traverso 8′

die große Octave gedeckt von Kiefernholz,die folgenden offen von c(1) an gebohrt, geschliffen und inwendig lackiert.“

Der Name des Registers bezieht sich auf die beabsichtigte Imitation des Klanges der Querflöte. Als Besonderheit besteht das Register in der oberen Lage aus konischen, in Kirschbaum gedrechselten Pfeifen mit doppelter Körperlänge und überblasendem Charakter. In der Burghofener Hilpert Orgel ist eines dieser seltenen Register erhalten. Es wird als Vorlage für die Rekonstruktion des Waldkappeler Registers dienen.

6. Gemshorn 4′

von 12löthigem Metall“

Klingt eine Oktave höher als das Gemshorn 8’ aus dem ersten Manual.

7. Sesquialter 2fach

von 12löthigem Metall“

Der Nachweis, dass es sich hierbei ursprünglich um eine Sesquialtera handelte, wie sie Hilpert auch 1856 veranschlagt hat, wurde durch eine Inschrift auf der Rückseite des Staffelbrettes erbracht. Es handelt sich dabei um ein Register, das aus zwei Pfeifen pro Ton besteht. Eine Quinte und eine Terz klingen dabei miteinander zusammen.

8. Flageolett 2′

von 12löthigem Metall“

Der Name des Registers entstand in Frankreich und bezeichnete ursprünglich eine Schnabelflöte mit konischer Bohrung. Das Register besteht aus zylindrisch offenen Pfeifen.

Großpedal

9. Violon 16′

von Kiefernholz“

Ein offenes, parallelwandiges Register von nicht zu enger Mensur, das den Grundton des Pedals noch kräftig unterstützt und durch ihren scharfen, schneidenden Ton hervorhebt.

10. Posaune 16′

Röhre und Köpfe von hartem Holze, Zungen und Krücken von Messing, Körper von Kiefernholz“

Neben der Trompete im Manual handelt es sich um die zweite Zungenstimme der Orgel. Die trichterförmigen Becher sind aus Kiefernholz gefertigt. Eine Messingzunge schlägt dabei auf eine aus Holz gefertigte Kehle auf. Eine Besonderheit stellt dabei die Kehle- von Hilpert als „Röhre“ bezeichnet- aus „hartem Holze“ dar. Weiter verbreitet als Kehlen aus Holz waren und sind Kehlen aus Messing. Für Hilpert, der einen souveränen handwerklichen Umgang mit Holz pflegte, war es offensichtlich einfacher, Kehlen in Holz herzustellen als Kehlen in Messing. Der Klang des Registers ist kräftig und dunkel schnarrend, bekommt jedoch durch die Verwendung von Holzkehlen weiche Züge.

Kleinpedal

11. Cello 8′

von Kiefernholz“

Es handelt sich dabei um ein parallelwandiges Register, welches von seiner Namensgebung her ursprünglich dazu angelegt war, den Klang eines Violoncellos nachzuahmen. Was im Manual das Register Gambe 8’ darstellt, findet seine Entsprechung im Pedal durch das Cello 8’. Das Namen-gebende Violoncello fand in erster Linie als Basso-Continuo-Instrument Verwendung, während hingegen die Viola da Gamba primär als Solo-Instrument im polyphonen Spiel Verwendung fand.  *(1)

Quelle: Jehmlich Orgelbau Dresden – Herzlichen Dank für die Beschreibung!

*(1) S.a. Ronland Eberlein, Orgelregister ihre Namen und ihre Geschichte, Köln 2008